Personalausweis und Unfall mit Folgen

 

 

Einem Aufruf der Stadtverwaltung folgend, machte sich Eli auf den Weg in die Stadt. Bei der Behörde angekommen, war erst mal ein Foto angesagt. Mit dem Abzug davon, betrat sie den Registrierungsraum gleich nebenan. Hier war schon einiges los, Yuna war grade dran und so hockte sich Eli auf einen der freien Sitzgelegenheiten. Ihr Blick wanderte über die Besucher und blieb an Rene hängen. Sie freute sich ihn zu treffen und plauderte ungezwungen mit ihm, bis er aufgerufen wurde. Ein junger  Mann bekam wohl das Gespräch der Beiden mit und erzählte, dass er bis vor kurzem auf dem erwähnten Grundstück gewohnt hatte. Mitten im Gespräch bimmelte das Handy von Eli und sie bekam einen beunruhigenden Anruf wegen ihres Pferdes oben beim Bauernhof.

Sie verabschiedete sich freundlich von allen und eilte nach Hause. Sie wusste , mit dem Auto kommt sie dort nicht gut hoch und hat sich ihr Fahrrad geholt. So schnell sie konnte ist sie die Strasse entlang Richtung Holiday Land geradelt. Erstaunt hier draussen das Auto von Saro zu sehen, hielt sie an und stieg vom Fahrrad. Fast gleichzeitig bemerkt sie Werner Bergheim neben sich.. schnell erkundigt sie sich ob er eventuell Saro gesehen hätte, was er verneinte. Der Wagen würde schon länge r hier vor dem Haus stehen, war alles was er ihr sagen konnte. Eli nahm an, Saro würde dem Hausbesitzer irgendwas helfen und klingelte an der Tür. Etwas irritiert blickte sie die leicht bekleidete Dame an die ihr die Tür öffnete. Auf ihre Frage ob sie vielleicht Saro gesehen hatte, erwiderte sie nur, dass er wohl runter zum See gehen wollte, nachfragte ob er das Auto hier stehen lassen könnte,  deshalb würde sein Wagen hier an ihrem Haus stehen. Eli dankte  für die Auskunft und versuchte ihn per Handy zu erreichen, damit sie ihm Bescheid geben konnte. Seltsamerweise kam das Klingeln seines Handys aus dem Haus der Dame, was sie stutzig machte.

Erneut ging sie zur Tür und klingelte. Als die Dame wieder öffnete, hörte sie den Klingelton noch besser. Was sie dann zu hören bekam, war ihr mehr als suspekt. Wozu sollte er sein Handy bei ihr im Haus verloren haben. Eine Ahung überkam sie und so drängte sie die Dame zur  Seite und ging ins Haus. Suchend blickte sie in die Zimmer und stieg  die Treppe hoch, wo sie geschockt stehen blieb. Saro lag auf dem Bett.. mit nichts an.. und lallte wirre Worte. Die Dame kam hoch und meinte nur, dass Eli sie gestört hätte und sie wieder verschwinden soll. Mit aufgerissenen Augen starrte Eli minutenlang auf Saro, scheuerte ihr eine , stolperte dann verstört hinunter und rannte so schnell sie konnte aus dem Haus. Sie wollte nur weg.. vorbei an Werner, der immer noch vor dem Haus stand. Erst kurz vor der Brücke unterhalb des Bauernhofes blieb  sie keuchend stehen.  Tränen rollten über ihre Wangen, konnte sie nicht glauben was sie eben gesehen hatte.

Werner kam hinter ihr hergerannt und fragte besorgt was los ist. Eli schüttelte den Kopf, dass nichts sei. Worauf Werner meinte, nach nichts würde das nicht aussehen, wenn man wie von einer Tarantel gestochen aus einem Haus läuft. Nur kurz schilderte sie ihm was sie eben gesehen hatte,  fühlte sich  wie man ihr den Boden unter den Füssen weg gezogen hätte.

Er sprach beruhigend auf Eli ein und langsam gingen sie zurück, sein Auto stand vorne. Als sie wieder zum Haus kamen, war der Wagen von Saro weg, nur ihr Fahrrad lehnte noch am Gartenzaun. Werner packte das Gefährt in seinen Wagen und schob Eli sanft auf den Beifahrersitz. In diesem Zustand wollte er sie nicht allein lassen und fuhr mit ihr zurück nach Paradise Fails.

Sie kamen nur bis zum Krankenhaus, dort wurden sie gestoppt. Ein Auto ist die Böschung runter und an einem kleinen Felsen hängengeblieben.  Vorsichtig lenkte Werner das Auto neben der Absperrung vorbei, als Eli das Auto von Saro erkannte. Fast panisch schrie sie Werner an sofort anzuhalten, doch er musste etwas weiter fahren um zu parken. So schnell sie konnte, stieg sie aus dem Wagen und rannte  zurück. Rene stand mit einem andern Polizisten an der  Unfallstelle. Ihre Wut über das Geschehene wich schlagartig der Angst um Saro‘s Leben.  Nur schwer konnte Rene sie davon abhalten zum Auto zu laufen. Sanft aber bestimmt schob er sie auf die andere Strassenseite und beruhigte sie. Werner legte Eli eine Decke über die Schultern, als sie  zu ein Häufchen Elend zusammensackte. Wie durch einen Schleier vernimmt sie die vielen Stimmen, die Anweisungen geben und den Verkehr regeln. Kurz darauf kam Rene zurück, um Eli einige Fragen zu stellen, da er das Gefühl hatte, sie würde den Verunfallten  gut kennen. Sie nickte ihm zu und erklärte, dass er ihr Verlobter sei.

Er beruhigte sie, dass er wohl Glück hatte, aber zur genauen Untersuchung noch ins Krankenhaus gebracht werde. Dankbar versuchte sie ihn anzulächeln, der Schreck sass noch tief in ihren Knochen.

Aus den Augenwinkeln konnte sie sehen, wie Saro auf eine Bahre gelegt wurde und wie sich Yuna um ihn kümmerte. Etwas ruhiger konnte sie auch die Fragen von Nosi beantworten und versicherte ihm, nicht im Wagen gewesen zu sein. Sie war ja auf dem Weg zu ihrem Pferd.

Mehr konnte und wollte sie dem jungen Mann nicht sagen. Immer wieder hört sie Sprachfetzen und dann kann sie endlich zu ihm rüber. Glücklich, dass er soweit in Ordnung war und nicht im Krankenhaus bleiben musste, stützte sie ihn für den Weg nach Hause. Rene würde sich nochmal bei Saro melden, wenn er sich etwas erholt hätte, er hätte was von KO-Tropfen gehört, einer Sache der  man nachgehen muss. In Eli keimte ein Verdacht, aber sie würde erst mit Saro drüber reden.

Am nächsten Tag erschien Rene und wollte mit Saro sprechen, doch er war schon wieder auf der Arbeit. Eli lud ihn zu einem Kaffee ein, hatte sie auch ein paar Fragen an den Polizisten. Sie wollte wissen, ob es Körperverletzung ist, wenn man jemandem KO-Tropfen verabreicht. Worauf Rene dies bejahte. Eli gab ihm eine perfekte Beschreibung der Person. Hoffentlich bekommt sie eine Strafe, wenn es sich im Krankenhaus herausstellen sollte, dass er Spuren davon im Blut hatte.

Ein paar Tage später erzählte Saro Eli was passiert ist, dass er sein Handy verloren hatte. Die Person hätte es gefunden und als Dank wollte sie Sex von ihm. Warum er trotz Widerwillen mit ins Haus ging und ein Bier trank, entzieht sich seiner Erinnerung. Sie sollte es kein weiteres Mal versuchen, Eli würde ihr die Augen auskratzen.

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